Die Braune Fledermaus

1965 regte der Sigmaringer Alfons Marmon an, eine Fledermausmaske für Männer zu schaffen. Bildhauer Herbert Roth schnitzte die Larven. Rudi Dreher, Dr. Adalbert Grundel, Anton Krezdorn, Heinz Maichle, Albert Niklas und Lothar Raab waren die ersten Hästräger.

Ihr erster Auftritt am »Vetter-Guser«-Ball am 27. Februar 1965 war ein echter Narrenstreich. Der damalige Elferrat war total überrascht und ein wenig gekränkt darüber, daß keiner von ihnen die gute Idee gehabt hatte. Hochoffiziell überreichten die sechs eine Urkunde und schenkten die neue Maske der »Semmerenger Fasnet«. Die ursprüngliche Absicht, nur Männer aufzunehmen, wurde aber schon am nächsten Tagaufgegeben. Beim zweiten »Vetter-Guser«-Ball am Fasnetssonntag trugen die Ehefrauen der sechs Gründungsväter der neuen Gruppe das neue Häs. Mit von der Partie war damals schon Anni Dreher, die als einzige Fledermaus noch heute im Originalhäs »fliegt«.

Vier Jahre später wurde die Braune Fledermaus durch den Präsidenten der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte offiziell genehmigt und der Maskenschnitzer als Meister seines Faches gelobt.
Der gebräuchliche Name »Braune Fledermaus« bezieht sich auf das aus braunem Veloursstoff gefertigte Häs. Das Brustteil des Oberteils ist aus glattem, naturfarbenem Stoff, auf dem die Wappen der Stadt Sigmaringen und des Landes Hohenzollern aufgenäht sind. Charakteristisch sind die hellen Fledermausflügel an den Ärmeln, die sich öffnen, wenn der Hästräger »juckt«. Heute ist die Gruppe die mitgliederstärkste Abteilung der Narrenzunft »Vetter Guser«.


Häsbeschreibung

  • Kopf
Fledermausholzmaske mit Maskenüberwurf aus braunem Teddystoff
  • Jacke
Schlupfjacke aus Teddystoff mit beigem Brusteinsatz und eingearbeiteten (vorne) beigen Stoffflügeln
  • Hose
Hose aus braunem Teddystoff mit Gummizug am Beinabschluss
  • Handschuhe    
braune, gestrickte Fingerhandschuhe
  • Schuhe
schwarze, halbhohe Schnürschuhe
  • Utensilien
Grundorden


Zurück zur Übersicht

bfm